Waldbesitzer müssen jetzt ihre Wälder regelmäßig kontrollieren
Wald unter Stress – Borkenkäfer schwärmen aus
Zoombild vorhanden
Maximilian Bach, Förster am AELF Kempten, kontrolliert frisch eingeschlagenes Fichtenholz auf möglichen Borkenkäferbefall.
„Aktuell ist noch kaum frischer Befall an den im Wald stehenden Fichten festzustellen. Die noch nicht abtransportierten Holzpolter und liegendes Sturmholz sind aber oft schon von den Käfern besiedelt. Diese werden in den nächsten Tagen und Wochen ausfliegen und können dann auch bisher gesunde Bäume befallen“, erklärt Maximilian Bach, Leiter des Forstreviers Sonthofen-Bad Hindelang am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten.
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollten ihre Bestände deshalb jetzt regelmäßig kontrollieren. „Wenn ein Befall früh entdeckt wird, lässt sich größerer Schaden häufig noch verhindern“, sagt Bach. Hinweise auf einen Befall sind kleine Bohrlöcher in der Rinde, das rot-braune Bohrmehl an den Rindenschuppen und am Stammfuß sowie ein vermehrter Harzfluss. Nach Regen ist das Bohrmehl allerdings oft nur schwer zu erkennen.
Besonders gefährdet sind frische Hiebsflächen und Bereiche, in denen der Borkenkäfer in den vergangenen Jahren bereits Schäden verursacht hat. Wenn Waldbesitzer einen Befall feststellen, müssen sie umgehend handeln. „Je nach Stadium des Befalls und der Temperatur verbleiben nur wenige Tage bis maximal drei Wochen, um das Holz aufzuarbeiten.
Damit die Nachbarbäume geschützt werden, müssen die befallenen Fichten aus dem Wald entfernt und das Ast- und Kronenmaterial gehäckselt werden“, sagt Simon Östreicher, Bereichsleiter Forsten am AELF Kempten. Vor dem Verbrennen des befallenen Materials rät er bei hoher Waldbrandgefahr ab. In schwer zugänglichen Lagen in den Bergen kann man die Käferbäume auch nur fällen, entrinden und das Holz im Wald belassen.
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