Landwirtschaftsschule Kempten
Fachwissen für die Zukunft der Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Betriebe stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Wirtschaftlichkeit, Tierwohl, technische Entwicklungen, Umweltauflagen und gesellschaftliche Erwartungen müssen miteinander in Einklang gebracht werden. Wer künftig Verantwortung übernehmen möchte, benötigt deshalb neben praktischer Erfahrung auch fundiertes Fachwissen und unternehmerische Kompetenz. Die Landwirtschaftsschule Kempten, Abteilung Landwirtschaft, richtet sich an landwirtschaftliche Fachkräfte, die sich beruflich weiterentwickeln möchten. Dazu gehören angehende Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter ebenso wie Beschäftigte, die mehr Verantwortung übernehmen oder sich auf die Meisterprüfung vorbereiten wollen.

Porträtfoto Rainer Hoffmann

„Die Landwirtschaftsschule ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Landwirtschaft im Allgäu“, betont Behördenleiter Rainer Hoffmann. „Sie stärkt junge Fachkräfte und fördert unternehmerisches Denken. Sie trägt auch mit dazu bei, dass unsere landwirtschaftlichen Betriebe und Familien egal in konventioneller oder ökologischer Wirtschaftsweise auch künftig von Ihrer Arbeit leben können.“

Theorie, Praxis und persönliche Entwicklung

Passend zur Region liegen die fachlichen Schwerpunkte in Kempten in der Rinderhaltung und der Grünlandbewirtschaftung. Darüber hinaus stehen unter anderem die Themen Pflanzenbau, Tierhaltung, Betriebslehre, Unternehmensführung, Steuer- und Sozialrecht, Marktlehre sowie Agrarpolitik auf dem Stundenplan. Weitere Inhalte sind Tiergesundheit und Tierschutz, Naturschutz und Landschaftspflege, Waldwirtschaft, Kommunikation sowie Berufsausbildung und Mitarbeiterführung. „Unser Ziel ist es, die Studierenden fachlich und persönlich so weiterzuentwickeln, dass sie Verantwortung übernehmen und fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft treffen können“, sagt Schulleiter Dr. Michael Honisch.
Die Studierenden lernen, betriebliche Entwicklungen zu beurteilen, Arbeitsabläufe zu planen und praxisnahe Lösungen zu erarbeiten. Auch Gesprächsführung, persönliche Kompetenzen und der Dialog mit Verbraucherinnen und Verbrauchern spielen eine wichtige Rolle. „Die Stärke der Landwirtschaftsschule liegt in der engen Verbindung von Fachwissen, betrieblicher Praxis und dem Austausch innerhalb der Klasse“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Daniel Jeschke. „Die Studierenden bringen ihre eigenen Erfahrungen ein und profitieren zugleich von neuen Sichtweisen und Lösungsansätzen.“ Auch räumlich stellt sich die Landwirtschaftsschule für die Zukunft auf. Am Standort am Adenauerring entsteht derzeit ein Erweiterungsbau. Damit sollen die Voraussetzungen für einen modernen und praxisnahen Unterricht weiter verbessert werden.

Drei Semester bis zum Abschluss

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Wiese. Ein Mann zeigt ihnen etwas auf einem Laptop.

Viele Exkursionen begleiten die Ausbildung

Die Weiterbildung erstreckt sich über drei Semester. Die beiden Wintersemester bestehen jeweils aus 20 Unterrichtswochen mit fachtheoretischen Inhalten. Das Sommersemester verbindet Schule und Praxis. Es umfasst 15 Unterrichtstage, eine Semesterarbeit sowie einen fachpraktischen Teil in einem landwirtschaftlichen Betrieb, der von der Schule begleitet wird.
Voraussetzung für die Aufnahme ist ein Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Landwirtschaft. Zusätzlich wird empfohlen, vor dem Schulbesuch ein Jahr praktisch im Beruf zu arbeiten und dabei Erfahrungen aus der Perspektive einer künftigen Führungskraft zu sammeln. Nach erfolgreichem Abschluss dürfen die Absolventinnen und Absolventen die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Landbau” bzw. „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau” mit dem Zusatz „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft” führen. Parallel zur Abschlussprüfung können bereits Teile der Meisterprüfung abgelegt werden. Für die weiteren Prüfungsteile werden anschließend spezielle Vorbereitungsmodule auf Regierungsbezirksebene angeboten.

Ansprechpartner

Daniel Jeschke
AELF Kempten (Allgäu)
Adenauerring 97
87439 Kempten (Allgäu)
Telefon: 0831 52613-1221
Fax: +49 831 52613-1444
E-Mail: Poststelle@aelf-ke.bayern.de