Waldschultage
Waldabenteuer mit Mooswutzel und Waldwuffel
von Eva Herz
„Das piekst ein bisschen, aber eigentlich fühlt es sich weich an“, stellt eines der Kinder überrascht fest. Vorsichtig setzt es einen nackten Fuß vor den anderen. Die Augen sind verbunden, eine Hand hält sich an einem zwischen den Bäumen gespannten Seil fest. Unter den Sohlen wechseln sich Laub, Nadeln, Erde und Steine ab. Beim Barfußpfad ist volle Konzentration gefragt. Gleichzeitig erleben die Drittklässler, wie unterschiedlich sich der Wald anfühlen kann.
Eine Mission für die Waldwesen
Gemeinsam wächst das Blockhaus
„Die Kinder bringen häufig schon erstaunlich viel Wissen mit“, sagt Maximilian Bach vom Forstrevier Sonthofen-Hindelang. „Wir greifen ihre Neugier auf und zeigen ihnen, dass der Wald nicht nur aus Bäumen besteht. Er ist ein vielfältiger Lebensraum, in dem alles miteinander zusammenhängt.“
Lernen außerhalb des Klassenzimmers
Auch Sonthofens Dritter Bürgermeister Thomas Jortzig begleitete eine der Klassen für rund eine Stunde. Er informierte sich über das Konzept und erlebte mit, wie die Kinder gemeinsam die Aufgaben im Wald lösten.
„Die Waldschultage zeigen, wie anschaulich Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann“, sagt Jortzig. „Die Kinder erleben den Wald unmittelbar, arbeiten als Gruppe zusammen und entwickeln ein Gespür dafür, warum dieser Lebensraum geschützt und verantwortungsvoll genutzt werden muss.“
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